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Ostheimer Triathlet beim Ironman Frankfurt
F rankfurt - 14 Jahre nach seinem ersten Ironman-Triathlon hat Alex Schreck vom TSV Ostheim seine Bestzeit auf 9:52:57 Stunden gedrückt. Beim Ironman in Frankfurt kam er mit einer konstant starken Leistung unter 2400 Startern auf Rang 148. Die mit vielen Weltklasseathleten gesetzte Europameisterschaft gilt nach dem Ironman Hawaii als zweitwichtigstes Rennen über die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad und 42 Kilometer Laufen.
Der Tag hatte für den 38-jährigen Physiotherapeuten nicht gerade viel versprechend begonnen. Denn der Massenstart um 7 Uhr mit 2100 Athleten im Langener Waldsee (die Profis und einige Altersklassenathleten starteten früher) geriet im Gewühl praktisch zum Überlebenskampf. Alex Schreck hatte vor dem Start eine frei werdende Lücke genutzt und sich weit vorne eingereiht – zu weit vorne, wie sich herausstellte: Viele starke Schwimmer bahnten sich gnadenlos den Weg nach vorne. Es wurde gezerrt, festgehalten, unter Wasser gedrückt. Schreck rettete sich an den Rand des Feldes, um sich für den Rest der Strecke aus dem Chaos herauszuhalten. Nach 1:05 Stunden hatte er die erste schwere Prüfung des Tages hinter sich – für ihn eine passable Zeit, zumal wegen des 26 Grad warmen Wassers kein Neoprenanzug erlaubt war.
Das Radfahren, Schrecks Paradedisziplin, fiel wegen einer Baustelle fünf Kilometer länger aus als sonst – 185 Kilometer mit einigen Anstiegen mussten bewältigt werden. Um für den abschließenden Marathon noch genügend Kraft zu haben, hielt sich der Bad Neustädter hier eher zurück, fuhr aber dennoch einen Schnitt von 36 Stundenkilometern (5:07 Stunden). Vier Runden á 10,5 Kilometer entlang des Mainufers bildeten den Schlussabschnitt des Ironman. Seine Betreuer und seine Familie konnten ihn durch das ständige Überqueren einer Brücke zweimal pro Runde anfeuern. „Ich hatte auf jeder Runde eine kleine Schwächephase, bin aber insgesamt gleichmäßig durchgekommen“, so Schreck hinterher. Gut fünf Minuten pro Kilometer bei etwa 30 Grad im kaum vorhandenen Schatten ergaben eine Marathonzeit von 3:34 Stunden und bescherten ihm einen Zieleinlauf am Römerberg nach deutlich unter zehn Stunden. In seiner Altersklasse kam er damit auf Platz 32, womit ihm nur etwa 15 Minuten auf einen der begehrten Startplätze für den Ironman Hawaii fehlten.
Ganz vorne lag nach einer beispiellosen Soloflucht der Rostocker Profi Andreas Raelert. Der Hawaii-Dritte von 2009 war nach 8:05 Stunden im Ziel. |